Die hohe Kunst des Kochens und dabei trotzdem die Mikrowelle zu versauen

HEUTE: Wie das Ei zum Kuchen wurde

Wenn ihr Eure Lebensmittelvergiftung auskuriert, die Küche blitzeblank geputzt und Euch eine neue Mikrowelle besorgt habt, können wir heute zu Lektion II unseres Profi-Kochkurses schreiten. Wir basteln uns einen Eierkuchen. Dazu brauchen wir neben Schere und Buntpapier, auch Eier, Selters und Mehl. Vorsicht: Braune Eier sind getürkt! Zuerst schlagen wir das Ei in den Topp. Das ist eine hohe Kunst. Die einfachste Variante: Eier kräftig in den Topp hauen und dann die Schalen rauskramen (gibt auch noch elegantere Varianten). Damit die Eierkuchen schön locker, luftig und reich an natürlichen Mineralsalzen werden, kippen wir die Selters dazu. Die Spanprobe beweist’s: Hier entweicht tatsächlich Sauerstoff. Unter Husten und würgen kippen wir die Mehlwürmer als Fleischbeilage dazu. Nach dreimal kräftigem Umrühren lassen wir das Zeug stehen und steinhart werden. Wir besorgen uns ne Pfanne und das Öl aus Papis Garage - jetzt geht’s los. Wir kippen den Mehlpaps eimerweise in die Pfanne, lassen das Ganze goldgelb anbrennen. Nun kommt der schwierigste Teil: Mit einem kräftigen Schwung drehen wir den Fladen um. Gegebenenfalls den Rundling mit dem Spaten von der Decke abkratzen. Verfeinert wird wie gehabt. Auf vollen Magen gehört natürlich ein kreativer Nachtisch: Dreimal ums Haus rennen (wir treffen uns dann beim Gemeinschaftsreihern in die Beete)

LARS & MAT

nächster - FRITZ-Gedicht

zurück