Gewalt - Menschen - Darwin - Zukunft
Gewalt, das ist, wenn jemandem etwas angetan wird, was ihn schmerzt oder unter Druck
setzt. Sie muß nicht nur physisch, sondern kann auch geistig schmerzhaft sein. Wo man
hinschaut, sie regiert überall, auf jeder Ebene, bei den Armen, bei den Reichen, in jedem
Land - die Menschen sind ihrer Untertan. Meist trifft man sie dort, wo es Hass,
Verzweiflung, Gleichgültigkeit, Langeweile oder Rache gibt. Sie verwüstet menschliches
Denken.
"Mord? Ja, ja ist schrecklich, na ja alltäglich, schrecklich zwar, aber banal."
Kriege werden in Statistiken gefasst: "Krieg X forderte 14 Millionen...".
Gefühle stumpfen ab, wenn Gewalt ein Bestandteil des Lebens ist. TEILE (die Menschen,
verfeinde sie) UND HERRSCHE (über sie)!
Ist der Mensch dumm, überwiegt das SCHLECHTE in ihm? Ist nicht jedes Streben nach Macht
auch ein Streben nach Gebieten? Ist dieses "Revier festlegen" nicht schon in uns
Menschen als Urenkel des Urprimaten programmiert? Eine Schutzfunktion für uns: durch
immer wiederkehrende Fehler zurückgeworfen zwar, aber nicht ziellos. Oder eine der Natur:
eine unkontrollierbare, überentwickelte Gattung zu verhindern?
Überhaupt stellt sich die Frage, warum beim Menschen das Gesetz der natürlichen Auslese
nicht in Kraft tritt (nach Darwin: In keinem Fall stattet die Natur die Art eines
Lebewesens mit mehr Fähigkeiten aus, als sie das tägliche Leben erfordert). Menschliches
Genie und musikalische und mathematische Fähigkeiten können nicht auf der Basis
natürlicher Auswahl und des Existenzkampfes erklärt werden!
Ein Experiment der Natur? Wenn ja, dann scheint es nicht geglückt, und selbst wenn noch
so viele Alternativen für die Zukunft gestellt werden, wird der Mensch die notwendige
Reife nicht oder nur schwer erlangen (er lernt nicht aus seinen Fehlern). Dazu bedarf es
viel Zeit. Die wir nicht haben, wenn nicht das Überleben aller Lebewesen endlich
gesichert wird.
Alex