ÄTTÄNSCHEN PLEASE AN ALLE IR(R)LANDFAHRER!
Es war einmal vor einiger Zeit, da wurde ich von einem Redaktionsmitglied dieses
weltAll-bekannten Schmierblattes für viele Bugs AUF die Hand UNTER Vertrag genommen, um
meine geheimen Logbucheintragungen des Irlandtrips als Exklusivstory zu veröffentlichen.
Als folgt jetzt ein Bericht über 30 furchtlose Germanen, die auszogen, um dem trostlosen deutschen SchulALLTAG zwei Wochen den A/allerwertesten... Rücken zuzuwenden. Unsere Gruppe setzte sich aus zehn Glücksjägern unserer Bildungsanstalt, zehn derselben aus Weissensee und, um vielleicht ein gewisses multikulturelles Flair hineinzubringen, zehn Schützlingen aus einem wahrscheinlich hiermit erstmals schriftlich erwähnten Örtchen namens Friedland.
Der Hinflug zur grünen Insel gestaltete sich äußerst positiv und füllend - zumindest für fleißige Esser, leere Bäuche und Heimßer - am Airport Tegel gabs am LUFTHANSAstand (womit ich noch ein paar Werbespesen einstecke) soviel Futter, wie aller leeren Taschen, Freiräume und Verdauungstrakte fassen konnten. In Cork angekommen, wurden FAST alle von ihren Hostfamilies entgegengenommen und nach Hause verfrachtet. Aber ich, irgendwie Ausnahmen liebend, wurde natürlich nicht abgeholt. Begründung meiner Gasteltern: No car - No picking up. So mußte ich eben auf alternative Bewegungsmittel (zu Fuß) zurückgreifen - but, doesnt matter anymore - Mir schmerzen noch heute die Arme vom Koffertragen.
Fünfmal pro Woche von 10-13 Uhr war... guess what... Schule (jahh, yeah, jubel) angesagt. Danach gönnte man uns eine Stunde Lunch break. Meine Gastmutter ließ sich jeden Tag was Neues einfallen: Weißbrot mit Käse, Käse mit Weißbrot oder Weißbrot mit Weißbrot. Am Ende war ich selber schon recht blaß (aber weise!). Nach dieser schlauchenden Kräftigung war etwas auf dem Plan genannt PROJECT (weitere Erklärungen spare man sich hier). Unser Projekt- und Überhauptfürnichtsverantwortlichleiter Herr Maas sah das jedoch recht easy - bei ihm war glücklicherweise nie das Maß voll. Wer jedes Mal also an diesem Projekt teilnahm war selber schuld (Ich war natürlich immer dabei, und wenn nicht, treffe mich der Blitz (ZONG).
Die wenig vorhandene Freizeit war immer ausgebucht. Allerdings sind nicht alle Freizeitvergnügungen glatt gelaufen. Fahrradausleihe endeten mit geplatzten Reifen (natürlich kein Flickzeug), ein harmlos anmutender Walk an der Steilküste war wie APOCALYPSE NOW: So, wenn man (ich) nach Heraufklettern an einem Steilküstenhang plötzlich in militärischer Sperrzone steht und ein bis an die Zähne bewaffneter Kriegsspieler dir überzeugend (geladenes MG) klar machen will: DU BIST HIER FALSCH. Aber ich (Agent 0815) bin mit einem Schreck (in der Hose?) entkommen...
Es wäre noch viel zu berichten, aber mein Schreibbudget ist
ausgeschöpft. Nur noch ein Letztes: 30 Furchtlose zogen nach Irland aus, 29 kamen heim
(da fehlt doch einer). Ach ja. Einem Mädel gefiels wahrscheinlich so gut, daß sie mal
eben den Flieger nach Hause verpaßte und erst einen Tag später hinterher jetete. Ein
passender Abschlußsatz fällt mir nicht ein. Ganz einfach: Bye, till next time.
David.