Aldous L. Huxley "Schöne neue Welt"

Ein Klassiker unter den Anti-Utopien und nicht nur das, eine Gesellschaftsstudie, immer wiederkehrende menschliche Verhaltensweisen wie das Streben nach Macht und dessen endgültige hochtechnologisierte Ausführung. So könnte es kommen - im nächsten Jahrtausend. In 500 oder schon in 20 Jahren. "Menschen" werden in Reagenzgläsern gezüchtet, entsprechend ihrer späteren Funktion und Kaste mit Hormonen präpariert. Schon im Kleinstkindalter wird die Freude an bunten Blumen oder Büchern mit Elektroschocks ausgetrieben - Wesen die immer glücklich sind und keine Fragen stellen.
Lange nicht so komplex wie Orwells "1984", aber dennoch beeindruckend und warnend.

Huxley (1894-1963) entstammte einer englischen Gelehrtenfamilie. Er studierte Medizin, wandte sich aber der Literatur zu. Seine früheren Werke sind Satiren über die spätbürgerliche Gesellschaft ("Kontrapunkt des Lebens"), später handelten sie über die unwiderrufliche Entfremdung des Menschen ("Affe und Wesen", "Insel").

Alix

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