| www.bennoshuette.de - Bennos Hütte - das E-Zine aus Berlin | Erschienen in: Ausgabe 3, Februar 2000 - zurück zur Startseite |

| SNOWBOARDING (zugesandt von Aleks, Berlin) Nach einem erholsamen und ruhigen Milleniumswechsel an der Pommerschen Küste sollte es wenige Tage später zu meinem ersten Winterurlaub losgehen. Das Hotelzimmer war organisiert, die Bahnfahrt ebenso und die Mitfahrer standen letztendlich, nach langem hin und her, auch fest. Nach ersten Verlautbarungen (und Beteuerungen) sollte es ein reiner Snowboardurlaub im Österreichischen Bad Gastein werden. Alle Mitreisenden inkl. mir hatten keine Erfahrungen im Umgang mit dem Schneebrett. Am ersten Tag nach unserer Ankunft in Bad Gastein hatten die schon seit längerer Zeit skifahrenden Mitreisenden keine Lust mehr aufs Snowboarding und blieben dann doch lieber bei ihren Ski. Ich hatte leider nicht die Wahl zwischen dem Vertrauten und dem Unbekannten und entschied mich für das trendigere Board und die Snowboardschule, schließlich erzählten mir nahezu alle, die ich vor meiner Reise interviewt hatte, mit Begeisterung, wie lustig das Boarden und wie einfach es zu erlernen sei.
Die geglückten Schwünge am ersten Tag konnte ich mir gut an meinen beiden Händen abzählen, während für die mißglückten die Hände einer kompletten Fußballmannschaft (inkl. Ersatzspieler) nicht ausgereicht hätten. Am Ende unseres ersten Tages gab es noch ein paar tröstende Worte von unserem Skilehrer Felix und ein Glühwein zur Belohnung und Entspannung an der Schirmbar im ewigen Eis. Zweiter Tag: Zunächst ging es mit dem Lift auf den nahegelegenen Berg zum Üben der Schwünge auf dem etwas höher gelegenen "Idiotenhügel". Nach kurzer Einweisung durch Felix hieß es erneut "short turns" und "long turns" üben .... Grundposition, Brett in Fahrtrichtung drehen, Kantenwechsel und wieder Grundposition. Alles was bei ihm so einfach aussah war für uns eine nicht überwindbare Hürde, deshalb hieß es wieder "Schnee fressen".
Dritter Tag: Der Tag der Wahrheit war gekommen und nach beschwerlichen Aufstehen zu unchristlicher Zeit und einem ordentlichen Championfrühstück mit der aus der Fernsehwerbung bekannten Nuß-Nougat-Creme ging es erneut gen Skischule. Diesmal fuhren wir zu der Abfahrt in Sportgastein, 2600 Meter Höhe. Ein paar Kunststückchen von unserem Felix, der wohl mit seinem Brett verwachsen sein mußte, um uns etwas Mut zu machen, und dann hinunter ins Tal, mit allem was wir in den vergangenen zwei Tagen gelernt hatten. Auch diesmal hieß es wieder "Schnee fressen". Egal ob rücklings oder bäuchlings. Weitere Ausführungen zu den unterschiedlichen Varianten des Stürzens möchte ich hier nicht machen um mich nicht selbst in ein falschen Licht zu rücken. ... Das Tagesende erreichte ich mit zwei schmerzenden Knien, einem riesigen blauen Fleck am Hintern, Muskelkater in den Beinen und in den Armen (???) und vor Schmerzen pochenden Handballen. Soll nochmal einer sagen "Sport ist gesund", aber was tut man nicht alles um cool und trendy zu sein. Für meinen Teil weiß ich, daß der nächste Urlaub wieder in Regionen verbracht wird, in denen mindestens 25° C herrschen. |
| Autor: aleks, aleks@simon-dach-str.de | Artikel kommentieren | Copyright 2000, Bennos Hütte |