
Berlins neue Mitte profiliert sich
weiter
(rob) Ein grausiges Bild
bot sich dem Betrachter vor einigem Wochen am Bahnhof Friedrichstraße in Berlin. In einer
Nacht- und Nebelaktion wurde das Trompetenwäldchen mit über fünfzig mehr als vierzig
Jahre alten Bäumen, abgeholzt. Schon länger hatte eine Bauankündigung der "ZÜBLIN
Projektentwicklung" darauf hingewiesen, daß anstelle des öffentlichen Parks
"für Sie das Friedrich-Carré" gebaut wird. Neun Einzelhäuser, Tiefgarage,
28.000 Quadratmeter Bürofläche, Läden. Endlich ein multifunktionales Business-Center,
das gibt es in der Friedrichstraße noch nicht. Dafür hat die Stadt kaltblütig das
letzte Grün auf öffentlichem Raum im Umkreis von mehreren Kilometern geopfert. Läuft
Berlins neue Mitte so endgültig Gefahr, zum sterilen Banken- und Geschäftsviertel zu
verkommen? |
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