www.bennoshuette.de - Bennos Hütte - das E-Zine aus BerlinErschienen in: Ausgabe 4, Mai 2000 - zurück zur Startseite

 

Listen to the sound of the scene. One more time. One last time.

 
Das war das WMF #4. Wer zu Drum’n’Bass in Berlin wegging, kam irgendwann unweigerlich hierher.
 

This is your Friday Night, this is your weekend.


Auch an diesem letzten Freitag des WMF in den Räumen des ehemaligen Staatsgästehotels der DDR gehört der Abend der "hard:edged" Posse.
Wummernder, tiefer Sound, der MC steht mit dem Mikrophon mitten auf der Tanzfläche, er gibt den Takt und den Einsatz. Die Lautsprecher haben keine Sollbruchstelle. Ein paar zarte Frauen versuchen, sich anmutig zum Stakkato von "The Warrior" zu bewegen. Hehe. Die Masse springt.
 

"Danger, danger"

 
Drum’n’Bass zu verstehen ist nicht einfach. Eine Musik ohne Text, Platten ohne Namen, das Sprachrohr einer Szene ist der Bass. Ist es nur eine Klangreflexion der urbanen Landschaft, Einsamkeit und Aggression der Großstadt gepreßt zu einer schwarzen Vinylspur mit weiten Ausschlägen? Die Intensität der Musik, für Außenstehende bedrohlich und brutal, bewirkt bei den Tanzenden genau das Gegenteil. Die Masse springt in den Morgen.

Berlin ist leider wieder um einen guten Club ärmer. Aber die Energie kann nicht zerstört werden, sie wird nur umgewandelt. Stay tuned.
 

Das WMF befand sich in der Johannisstraße in Berlin-Mitte. An dessen Stelle wird ein Multimediazentrum errichtet. Ironischerweise von Investoren, die das Gebäude während eines Clubbesuches entdeckt hatten. Mehr Info: http://www.wmf-club.de; Fotos © Plug.In 1999
Nachtrag: Das WMF ist wieder offen, mehr Info siehe Update
wmf_1.jpg (16698 Byte)
wmf_stempel.jpg (10154 Byte)
wmf_2.jpg (13661 Byte)

 

Autor: rob, rob@bennoshuette.deArtikel kommentierenCopyright 2000, Bennos Hütte